Netphen - Deuz


Angezeigte Seite: Aktuelles aus 2015

Bürgerversammlung im Dezember

im "Alten Bahnhof Deuz" am 16. Dezember 2015

Beginn 19:00 Uhr

  • Ortsbürgermeister Herbert Kneppe begrüßt weit über 100 Deuzer Bürger und als Vertreter der Stadt Netphen: Bürgermeister Paul Wagener, Leiterin Soziales-und-Schulen Heike Büdenbender und Bau-Fachbereichsleiter Erwin Rahrbach.

Bürgermeister Paul Wagener berichtet über die Entwicklung in Netphen vom letzten Jahr

  • Es gibt neue Bebauungsgebiete in Ölgershausen „In der Thal“, in Netphen "An der Netphe", in Salchendorf "Schulstraße" und in Deuz "Vor dem Nauholzer Wege".

  • Der Bürgerbus leistet einen wichtigen Beitrag zur Mobilität

  • Das Netphener Einkaufszentrum hat sich durch die Übernahme des Globus Warenhauses durch REWE stark verändert.

  • Sehr erfolgreich ist auch die Senioren-Service-Stelle im Rathaus Netphen, die von Frau E.-M- Vitt geleitet wird, sowie das Familienbüro von Frau Sandra Hatzig

  • Viele Ehrenamtliche sind der Stadt Netphen behilflich und die Stadt ist auf diese Hilfe auch angewiesen. Um diese Arbeit zu würdigen will die Stadt Netphen in Zukunft mehrere Helfer ehren und auszeichnen.

  • Das Hauptschulgebäude in Deuz steht seit dem Umzug der Schüler zur Sekundarschule-Netphen leer.

  • Der Breitbandausbau für Internetverbindungen schreitet voran. Der Ortsteil Herzhausen wurde 2015 mit Glasfaser verkabelt und andere Ortsteile, wie Ölgershausen und Eckmannshausen sollen zügig folgen.

Herbert Kneppe berichtet über die Neuordnung des "Schulberges"

  • Die Schullandschaft hat sich in Deuz verändert und der sogenannte "Schulberg" muss neu geordnet werden.

  • Die Grundschule bleibt in Deuz bestehen und der angrenzende Schulgarten soll als Spielplatz genutzt werden.

  • Die an der neuen Turnhalle angrenzende Grünfläche mit dem Spielplatz soll als Spiel- und Bolzplatz genutzt werden. Dadurch wird der alte Bolzplatz oberhalb der Grundschule, frei.

  • Durch den Verkauf der Förderschule und Wegfall der alten Sportanlagen am Nauholzer Weg, entstehen Bauplätze für Wohnhäuser.

Heike Büdenbender berichtet über Flüchtlinge in Netphen.

  • Momentan hat Netphen 490 Flüchtlinge zu beherbergen, die in den einzelnen Ortsteilen untergebracht sind. Davon sind derzeit 159 Flüchtlinge in Deuz und zwar im Kreml, am Sportplatz oder in der Hauptschule.

  • Deuz hat damit den größten Anteil an Flüchtlingen im Netphener Stadtgebiet.

  • Um die Hauptschule zu nutzen, mussten die großen Bäume auf dem Schulhof der Hauptschule aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Nur so ist ein eventueller Feuerwehreinsatz möglich.

  • Es fehlt an Räumen für Kinderbetreuung und Deutschunterricht. Da man nicht vorhersehen kann, wie viele Flüchtlinge noch kommen, haben Wohnräume Priorität.

  • Die beiden Kirchengemeinden haben Räume in den benachbarten Gemeindehäusern für Deutschunterricht angeboten.

Weiter Infos zum Ortsteil Deuz von Herrn Erwin Rahrbach und Herbert Kneppe

  • Die Verkehrsinsel an der Abzweigung Nauholzer Weg – Marburger Straße wurde vor einem Jahr von der Verkehrsaufsicht beschlossen und als aufgeklebte Verkehrsinsel ausgeführt. Diese Lösung ist nicht optimal, doch liegt eine Entscheidung darüber bei der Verkehrsaufsichtsbehörde.

  • Der Ausbau der Kölner Straße wurde zeitlich verschoben auf 2017 oder sogar 2018. Es ist eine "Planung auf Sicht", die sich daran orientiert, wann das Land NRW gerade mal Geld hierfür hat.

  • In der Ortsmitte wurde an der Kölner Straße ein alter Großbaum gefällt. Andere Großbäume wurden bereits vor Jahren beseitigt und das Fällen wurde von Deuzer Bürgern geduldet. Da das der letzte Baum diese Art war, kann und sollte man das Fällen auch heute akzeptieren.

  • Das Freibad - Deuz hatte dieses Jahr 10 jähriges Bestehen. Rüdiger Honig war sehr zufrieden mit dem festlichen Rahmen zu diesem Anlass und sieht den Fortbestand des Freibades als gesichert.

  • Das Bahnhofsgebäude wurde dieses Jahr neu gestrichen und in Stand gesetzt. Hierfür hat die Stadt Netphen einen großen Zuschuss geleistet. Als nächste Verbesserung steht jetzt der Einbau eines Lastenaufzuges an, damit volle Bierfässer nicht über die Kellertreppe transportiert werden müssen. Für die Finanzierung sind allerdings Spenden erforderlich.

  • Nahe dem Lokschuppen wurde ein Fußgänger- und Fahrradweg als Rampe gebaut, der den teils gefährlichen Weg von der Waldstraße zum Einkaufszentrum erheblich abkürzt. Dieser Weg wird gerne angenommen, obwohl noch einige Verbesserungen zur Sicherheit fehlen.

  • Die 725 Jahr-Feier wurde in der Deuzer Turnhalle als "Heimatabend" gefeiert und wurde gut besucht.

  • Rüdiger Honig informierte über einen Eisenbahnwaggon, der im kommenden Jahr auf das bereits bestehende Gleis vor dem Alten Bahnhof platziert werden soll. Der Waggon ist von außen gut gepflegt, aber innen nicht ausgebaut. Es werden somit Ideen, Helfer und auch Spenden benötigt, um das Innenleben des Waggons zu gestalten.

Matthias Rickert berichtete über sie Aktivitäten im "Netzwerk Deuz"

  • Nachdem sich über 100 Deuzer Bürger für die Unterstützung eines Bürgervereines mit Namen "Netzwerk Deuz" ausgesprochen haben, sind mehrere Arbeitsgruppen aktiv geworden.

  • Das Netzwerk Deuz ist noch kein Verein, will jedoch auf Basis von "aktiver Projektarbeit" an der Zukunft des Ortes mitwirken.

  • Bereits seit April 2015 werden 4 Projekte kontinuierlich weiter verfolgt und haben auch sichtbare Erfolge erzielt.

  • So ist das Projekt "Willkommenskultur" zur Herausforderung geworden und viele Freiwillige beteiligen sich mittlerweile an der Versorgung der in Deuz wohnenden Flüchtlinge.

  • Das Projekt "Ausbau Kölner Straße" ist bei vielen Anwohnern der Kölner Straße von großem Interresse. Hier geht es um Informationen und letztendlich auch um Geld, das den betreffenden Bürgen abverlangt wird.

  • Der "Bereich Lokschuppen und Bahnhof" beschäftigt sich mit der Gestaltung des Dorfplatzes, der Zukunft des Lokschuppens und dem Gebiet dazwischen. Eigentlich ist dieses Gebiet unser Dorfmittelpunkt und genau dieses Gebiet wird von der Stadt Netphen wenig geachtet. Die Mitwirkenden dieser Projektgruppe sehen in diesem Areal eher eine Begegnungsstätte für Jung und Alt, die als Parklandschaft einen Platz für Freizeitaktivitäten bieten sollte.

  • Im Projekt "Agenda 2030" wird versucht, die Zukunft unseres Ortes im Zeitfenster von 15 Jahren mitzubestimmen. Die Analyse des Ist-Zustandes im Bereich Wohnen, Arbeiten, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Verkehr, Verein und Freizeit führt zu Ideen, die als Vorschläge bei der entsprechenden Behörde eingereicht werden können. Die aktuellen Brennpunkt wie: Lokschuppen, Flüchtlinge und Dorfmittelpunkt bestimmen selbstverständlich die Prioritäten dieser Arbeitsgruppe.

Vorstellung des Planes: "Bürgerpark Bühlgarten" von Berthold Daub

  • Nachdem der Flächennutzungsplan die Ansiedlung eines "nicht störende Gewerbe" zwischen Lokschuppen und Bahnhof vorsieht, hat das "Netzwerk Deuz" die Machbarkeit untersucht und ist zu dem Entschluss gekommen, dass eine lange Straße auf dem schmalen Grundstück die nutzbare Fläche größtenteils auffrisst. Es können nur gerade mal 4 Betriebe geplant werden.

  • Als Alternative wurde der Plan einer Parkanlage gezeigt, die mit Rasen, Bäumen, Teich, Spielplätzen, Relex- , Jogging- und Halfpipe Zonen für Abwechslung sorgt. Die zuvor angelegte Rampe für Fußgänger und Fahrradfahrer wird als Fahrradweg verlängert und benötigt nur 2m Breite. Ergänzt werden könnte die Parkanlage am Bahnhof mit einem Gewerbe, idealerweise mit einer Bäckerei und einem Café. An der anderen Seite steht der Lokschuppen, für den sich entweder eine neue Verwendung findet oder nach Abriss Platz für ein Mehrgenerationen Haus bietet.

  • Die Uni-Siegen hat aktuell mehrere Studenten für eine Bachelor-Arbeit gefunden, die Vorschläge für die weitere Nutzung des Lokschuppens und der Umgebung erarbeiten. Im Februar 2016 soll das Ergebnis vorliegen.

  • Berthold Daub bat die anwesenden Bürger um ihre Meinungen zu dem vorgestellten Plan und erhielt von fast allen große Zustimmung. Lediglich der Bau eines Zaunes entlang der Eisenbahngleise sei aus Sicherheitsgründen notwendig.

Planung einer „Westtangente“ als Ortsumgehungsstraße

  • Berthold Daub zeigte noch einen Plan, der die Ortsumgehung westlich von Deuz ermöglichen würde. Mit etwa 1800 m Länge und einer geringen Steigung, kann die Kölner Straße entlastet werden, indem der Verkehr aus Feuersbach und Werthenbach dies Umgehung nutzt. Auch wenn so eine Straße nicht kurzfristig geschaffen werden kann, so sollte die Stadt Netphen eine ausgewählte Trasse bereits jetzt fest einplanen, bevor andere Baumaßnahmen dieses vereiteln.

Bericht über Aktivitäten der „Willkommenskultur“

  • Helga Rock berichtete über den Stand der Willkommenskultur, bei der 159 Flüchtlinge aus 14 Nationen (unter anderem aus Syrien, Irak, Afghanistan) von Ehrenamtlichen betreut werden. Die Hauptschule ist derzeit mit 114 Menschen belegt und zeigt langsam die Grenzen der Aufnahmekapazität.

  • So fehlen derzeit Räume für den Deutschunterricht, Kinderspielplätze und auch im Sanitärbereich sind Mängel zu erkennen. Sachspenden sind von Deuzer Bürgern teils reichlich vorhanden, können jedoch aus Platzgründen nicht immer verteilt werden. Ein Schrank mit Kinderspielzeug bleibt weiter verschlossen, um zu verhindern dass jemand über Spielzeug in den Fluren und Gemeinschaftsräumen stolpert.

  • Die Anwesenheit des Hausmeisters ist täglich gefragt und die Helfer hätten gerne, dass der Hausmeister halbtägig vor Ort ist.

  • Eine Erweiterung der Küchen und Sanitäranlagen ist dringend nötig.

  • Die Sauberkeit auf dem Grundstück und im Gebäude lässt zu wünschen übrig. Da sich die Flüchtlinge mit den deutschen Gewohnheiten bezüglich Mülltrennung und Benutzung von Küchengeräten nicht gut auskennen, ist eine Hausordnung in unterschiedlichen Sprachen dringend notwendig.

  • Frau Heike Büdenbender sind all diese Forderungen bereits länger bekannt, kann jedoch aus Personalmangel nicht für schnelle Abhilfe sorgen. Im Februar sollen neue Sozialmitarbeiter eingestellt werden.

  • Mehrere Bürger der Bürgerversammlung fanden die Zusagen der Stadt bei diesem Thema viel zu gering und unverständlich, da fast alle Anforderungen mit „ist noch in Arbeit“ beantwortet wurden.

  • Die Stadt kann keine zusätzlichen Räume freigeben, weil man nicht weiß, wie viele Flüchtlinge noch kommen. Allerdings soll die Belegung der Turnhalle zunächst ausgeschlossen werden, da zunächst einmal andere Ortsteile der Stadt Netphen für die Unterbringung weiterer Flüchtlinge sorgen müssen.

  • Für den Deutschunterricht werden 2 Räume benötigt, um zeitgleich unterschiedlichen Unterricht anzubieten. Frau Büdenbender gibt allerdings den Bau weiterer Wohnräume Vorrang und will es bei einem Raum belassen. Aus dem gleichen Grunde wird auch die Idee eines Spielzimmers verworfen. Auch die Nutzung des Dachraums kann aus Brandschutz-Gründen nicht gestattet werden.

  • Von Annette Scholl (Grissenbach) wurde abschließend noch ein großes Lob an all die hilfsbereiten Deuzer ausgesprochen, die ohne viel Gegenstimmen diese ehrenamtlichen Leistungen erbringen und freimütig spenden. Danke an alle Deuzer!

Verschiedenes (Wortmeldungen)

  • Die neue Verkehrsinsel an der Abzweigung Marburger Straße – Nauholzer Weg sollt besser wieder entfernt werden und stattdessen bei der Abzweigung Feuersbacher Straße – Waldstraße aufgestellt werden.

  • Die neu erstelle Rampe am Lockschuppen für Fahrradfahrer und Fußgänger ist bei Dunkelheit gefährlich. Es fehlt die Beleuchtung. Herr Rahrbach gab hierzu bekannt, dass die Rampe nur ein Provisorium ist und keine Laterne aufgestellt wird.

  • Auch wenn die Kölner Straße noch nicht renoviert wird, so sollte man doch die Löcher in der Straße ausbessern. Herr Rahrbach will diesen Punkt an das Straßenbauamt weitergeben.

  • Das Parken von LKWs in der Waldstraße wurde bereits letztes Jahr bemängelt, da hat sich nichts geändert. Die Durchfahrt für PKWs ist dadurch stark behindert.

  • Auf dem Parkplatz an der Feuersbacher Straße sind Querrillen, die bei schnell fahrenden Fahrzeugen Geräusche und auch Schäden verursachen können. Ein Warnschild würde hier vielleicht helfen.

  • Das Parken auf dem Bürgersteig ist für viele Bürger nicht akzeptabel. Bei Veranstaltungen, wo Besucher mit Auto anreisen, ist das besonders kritisch. So in der Adventszeit auf der Kölner Straße, beim Gottesdienst vor der Kirche, oder beim Bäcker.
    Herr Rahrbach gab zu verstehen, dass keiner hierfür eine praktikable Lösung anbieten kann, da das Parken auf der Straße, was ja erlaubt ist, auch zu unsinnigen Verkehrsproblemen führt.

Der Ortsbürgermeister Dr. Herbert Kneppe beendete die Bürgerversammlung mit einem Dank an alle Bürger, sowie den Wunsch für eine frohe Weihnacht und einen guten Rutsch ins nächste Jahr. 

      


Silas Piontek (Kart-Rennen)

Seit 2013 haben wir in Deuz auch einen professionellen Kart-Fahrer, der mit 17 Lebensjahren bereits über beträchtliche Erfolge berichten kann.

In Form eines Briefes, möchte sich Silas an dieser Stelle gerne mal bei alle Deuzer vorstellen. Sein bisherigen Werdegang hat er in einen Brief an alle Deuzer aufgeschrieben, den Sie HIER zum Download anklicken können.


Volkstrauertag

In diesem Jahr fand der Volkstrauertag direkt nach dem Terror-Anschlag in Paris statt, wobei über 130 Menschen getötet wurden. Im Schatten dieses Ereignisses, gingen Eberhard Schmidt und Hans-Jürgen Röhrig mit Ihren kurzen Ansprachen auch auf die aktuellen Ereignissen ein und gaben dem Volkstrauertag damit eine weitere Bedeutung. In Gedenken an den verstorbenen der letzten beiden Weltkriege im vorherigen Jahrhundert wurde ein Kranz niedergelegt.


Obstbaumaktion 2015 in Deuz

Die "Waldgenossenschaft Deuz" pflanzte am 31. Oktober 2015  neun Apfelbäume am Straßenrand der Feuersbacher Straße.

Das Gelände zwischen der Straße und dem Parkplatz wurde bisher von der Waldgenossenschaft nicht genutzt und auf Vorschlag eines Deuzer Haubergsgenossen kam jetzt die Idee eine Streuobstwiese direkt am Ortseingang anzulegen. Die Bodenverhältnisse sind dort sicher nicht optimal, aber Bäume sind Überlebenskünstler, so Waldvorsteher Berthold Daub, und die an das Klima und Höhenlage angepassten alten Apfelbaumsorten allemal.

Die Pflanzvorbereitung und Durchführung wurde von Gartenbauingenieur Jürgen Fischer in Theorie und Praxis fachlich begleitet, dabei haben die fleißigen Helfer viel von ihm lernen können. Oftmals ist die dauerhafte und nachhaltige Pflege von Streuobstwiesen ein Problem, weil sich nach Jahren keiner mehr zuständig fühlt. Das sieht Daub für Waldgenossenschaften nicht: in unseren jährlichen Wirtschaftsplänen, die wir mit professioneller Unterstützung durch den Revierförster vom Forstamt Siegen-Wittgenstein aufstellen, werden alle anstehenden Pflegemaßnahmen erfasst. Und die Pflege der Apfelbäume wird einen festen Platz in den Wirtschaftsplänen einnehmen.

Hier finden Sie Bilder der Apfelbaum-Pflanzaktion
 


Neuer Fuß- und Radweg

Für die Anwohner überraschend, wurde in der 2. Septemberhälfte ein neuer Fuß- und Radweg gebaut, der die Waldstraße mit dem Bahngelände verbindet. Das wird allgemein sehr positiv gesehen, weil die Anwohner der Irle Siedlung jetzt viel leichter das Einkaufszentrum erreichen können. Dieser Weg wurde bereits seit Bestehen der Fußgängerbrücke über Sieg und Werthe benutzt und galt als gefährliche Abkürzung für Schüler und Erwachsene.

Derzeit ist der Weg noch mit Absperrband versehen, doch das wird sich sicherlich bald ändern und dann bleibt auch den Radfahrern der Umweg über die Feuersbacher Hauptstraße ersparen. Das Schicksal des Lokschuppens bleibt derweil ungewiss.


725 Jahre Deuz am 15. August

Am 29. April 1290 wurde beurkundet, welche Abgaben die Mühle in Deuz dem Schloßherrn von Hainchen zu leisten hatte. Die Urkunde ist für beide Ortsteile auch das Datum der Ersterwähnung.

Während Hainchen das Jubiläum mit einer mehrtägigen Festveranstaltung begeht, bleibt der Ortsteil Deuz eher bescheiden. Eine Erklärung liefert der Ortsbürgermeister, Dr. Herbert Kneppe: Im vergangenen Jahr habe man bereits das Stadtjubiläum gefeiert, bei den vielen Ortsteilen hält man 50 Jahre als Abstand zwischen den größeren Feiern für angebrachter und die personellen Ressourcen seien in diesem Jahr auf Grund des umfangreichen Engagements der Vereine im Naturerlebnisbad, für den Bahnhof Deuz, im SGV und für die geplante Erweiterung des Sportheimes begrenzt.

So soll die 725jährige Ersterwähnung am 15. August mit einem Heimatabend in der alten Turnhalle Deuz gefeiert werde.

An diesem Tag will man aber zeigen, dass der Ortsteil Deuz sich nicht verstecken muss. Ein buntes Programm verspricht einen kurzweiligen Abend.

Die kleinsten Turner und Turnerinnen des TuS Deuz werden den Heimatabend eröffnen.
Die Chorgemeinschaft des MGV probt intensiv für einen Auftritt beim Burgensingen in Beetzendorf am 6.9. und wird Ausschnitte aus dem Programm bringen. Dass das Musizieren auch bei jungen Menschen beliebt ist, wenn das Liedgut ankommt, beweist der Posaunenchor Deuz. Nicht fehlen darf natürlich auch der Spielmannzug Deuz, der sich durch die Integration von Dudelsäcken von einem reinen Tambourcorps zu einer Musikgruppe entwickelt hat, die auch mit eigenen Kompositionen und Arrangements die Zuhörer zu fesseln weiß und gern zu vielen Anlässen um Auftritte gebeten wird. Lange war es still um das Deuzer Haubergstrio, dass nicht nur in Deuz bei zahlreichen Veranstaltungen aufgetreten ist. Doch zum Dorfjubiläum wollen Helmut Kämpfer und Dieter Kretschmer noch einmal ihre eigenen Kompositionen, wie das „Riewekoche“-Lied, aus dem Notenschrank holen. Ganz besonders freuen darf man sich auf den Auftritt von Hubert Spiekermann, der die Holzplatten seines Xylophons mit rasender Geschwindigkeit zum Klingen bringen kann. Aufgelockert werden die einzelnen Auftritte durch Sketche in Deuzer Mundart und Anekdoten aus Deuz von Herbert Kneppe. Nach dem Bühnenprogramm öffnet Manfred Hölting sein umfangreiches Foto- und Videoarchiv und zeigt Bilder und Filme aus vergangener Zeit.
Bilder zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.
 


Willkommenscafé am Deuzer Bahnhof

Am Sonntag, 26. Juni 2015, lud der der Arbeitskreis „Willkommenskultur“ des Netzwerks Deuz ausländische Mitbürger bei strahlendem Sonnenschein zu einem Kennenlernnachmittag in den Deuzer Bahnhof ein. In lockerer Atmosphäre bei Kaffee, Kuchen und diversen Spielangeboten trafen sich Mitwirkende des Netzwerkes Deuz, Vertreter der Kommune und verschiedene Gäste ausländischer Herkunft um einander besser kennenzulernen. Der Deuzer Ortsvorsteher Herbert Kneppe verwies in seinem Grußwort auf die besondere Bedeutung privater Kontakte innerhalb der Bürgerschaft, die eine Integration von Mitbürgern unterschiedlicher nationaler Herkunft erleichtern und ein Zusammenleben in der Bevölkerung fördern.

Nach dieser ersten Begegnung zwischen Bürgern unterschiedlicher Herkunft sollen weitere Initiativen folgen, um Kontakte auf lokaler Ebene zu ermöglichen.

Weitere Infos finden Sie hier
 


Mittelalterliches Spektakel (Deuzer Schulberg)

Etwas Außergewöhnliches hatten sich die vier in einem Netzwerk verbundenen Schulen, Haincher und Deuzer Grundschule, die Awo-Schule Am Sonnenhang und die Förderschule Am Sterndill für ihr diesjähriges Schulfest einfallen lassen: ein mittelalterliches Fest mit Umzug und historischem Markt.

Am Samstag, 13. Juni war es dann soweit. Mehr als 300 Kinder mit ihren Lehrern und viele Eltern und 'Sympathisanten' in mittelalterlichen Gewändern zogen um 11 Uhr wie ein Lindwurm vom Alten Bahnhof über den Kälberhof und den Hüllweg zum Deuzer Schulberg. Vier Stadttore markierten den Ort des mittelalterlichen Treibens. Auch die Raubritter aus Hilchenbach, Gaukler, Musikanten, Händler und Handwerker hatten sich dort schon eingefunden. Netphens Bürgermeister Paul Wagener eröffnete das Fest, die Förderschüler stimmten ein Lied an und Rektor Lachmann und zwei Schüler der Grundschule Hainchen luden die zahlreichen Anwesenden ein, sich die Attraktionen und Mitmachaktionen nicht entgehen zu lassen. Ein heftiger Regenschauer sorgte jedoch dafür, dass erstmal alle ins Trockene flüchteten und das Bühnenprogramm in die Schulturnhalle der Förderschule verlegt wurde. Bald klarte der Himmel aber wieder auf und die annähernd 80 themenbezogenen Stände und Attraktionen zogen die Kleinen und Großen magisch an. Es wurde getöpfert und gewebt, gesponnen, gefilzt, gedruckt und geschnitzt. Imker, Falkner, Schmied und Kräuterfrau waren ebenso vertreten wie mittelalterliche Musikanten. Die Kinder konnten mit Pfeil und Bogen oder mit der Armbrust schießen, auf Ponys reiten oder sich in mittelalterlichen Spielen miteinander messen. Eigens zum Fest hatten die Johannländer eine Münze entworfen, die im Münzpräger mit lautem Knall auf Bestellung fabriziert wurde. In der Turnhalle wurde währenddessen rhythmisch und laut getrommelt oder mittelalterliche Tänze dargeboten und die Raubritter von der Ginsburg maßen sich im Schwertkampf.

Ein rundum gelungenes mittelalterliches Spektakel, das allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird. Für die Schüler der Förderschule Am Sterndill war es gleichzeitig ein Abschiedsfest.

Der Festzug startete um 11:00 Uhr am Dorfplatz-Deuz und führte über Kälberhof,  Hüllweg, Beienbacher Weg und Pestalozzistraße zum Schulzentrum.

Im Schulzentrum waren zahlreichen und unterschiedlichste Stände aufgebaut:

1 Schmied ; 2 Münzpräger Stein ; 3 Film ; 4 Buchdruck ; 5 Grill ; 6 Käserei ; 7 Kaufmannszelt ; 8 ; 9 Das Holzschaf ; 10 Perlen/Leder ; 11 Seiler ; 12 Heukränze ; 13 Fingerhäkeln (Kohl’s Wollstudio) ; 14 Kaufmannszelt ; 15 Kräuterfrau ; 16 Katapulte ; 17 Ritter Trenk ; 18 Stühle ; 19 Kränze binden / Obstverkauf ; 20 Nähen ; 21 Filzsäckchen ; 22 Spinnen ; 23 Imkerei ; 24 Nadelbinden ; 25 Frisuren ; 26 Helme und Hüte ; 27 Häckeln ; 28 Murmeln ; 29 Schmuck ; 30 Salben ; 31 MA-Quiz/Buch ; 32 Wikingerkegeln ; 33 Sackhüpfen ; 34 Eierlaufen ; 35 Baumklotztreffen ; 36 Tauziehen ; 37 Steckenpferdreiten ; 38 Schwerter ; 39 Deutsche Schrift ; 40 Perlen, Wappen, Kerzen ; 41 Besenbinden ; 42 Pfeil und Bogen ; 43 Schnitzen ; 44 Schalen ; 45 Lederbeutel ; 46 ; 47 Flammkuchen ; 48 Spiralkartoffeln ; 49 Färben / Gerben ; 50 Schattenspiel ; 51 Mühle ; 52 Filzen ; 53 Waffeln ; 54 Schnitzelbank ; 55 Spiele ; 56 Bogner ; 57 Wikinger Schach ; 58 Kinderbasteln ; 59 Essen / Trinken ; 60 Bogenschießen ; 61 Armbrustschießen ; 62 Stöckchen-Spinnen + Spinnrad ; 63 Buttermilch ; 64 Bienen ; 65 Schulgarten / Sinnesgarten ; 66 40-Liter-Kessel Erbsensuppe ; 67 Grill ; 68 Schul-Café ; 69 Falknerei ; 70 Spiel ; 71 Wikinger Schach ; 72 Schreibstube, Bälle aus Lumpen; 73 Jonglage ; 74 Rollstuhlparcour / Spielplatz ; 75 Töpferei ; 76 Schmuck ; 77 Filzen ; 78 Leder ; 79 Blaudruck ; 80 Seife ; 81 Büchereien ; 82 Rind ; 83 Ziegen ; 84 Ponyreiten ; A, B, C und D Stadttor.
Sie können die Karte mit den Standort der Stände zum Ausdrucken auch hier herunterladen.

Bilder zum historischen Markt finden sie hier.


Wochenmarkt in Deuz

Am Dienstag 21. April gab es in Deuz eine Premiere: der erste Wochenmarkt auf dem Dorfplatz am Alten Bahnhof!

Bunte Marktstände, ein vielfältiges Angebot und guter Zuspruch der Kunden verbreiteten ein wunderbares Marktflair. Viele verbanden einen Einkauf in den etablierten Geschäften im Kälberhof mit einem Besuch auf dem Wochenmarkt. Bei herrlichem Wetter konnte man zwischen den Marktständen auch gut mit Freunden und Bekannten ein Schwätzchen halten.
Zufriedene Händler und begeisterte Kunden sind die Bilanz dieses ersten Wochenmarkts in Deuz. Ein gelungener Start!

Ab heute wird jeden Dienstag zwischen 7:00 und 13:00 Uhr ein Wochenmarkt auf dem Deuzer Dorfplatz stattfinden.

Hier finden Sie den Flyer zum Wochenmarkt und einige Bilder in unserer Bildergalerie
 


Treffen: "NetzWerk Deuz"

Nach dem gelungenen Start zur Gründungsinitiative NetzWerk Deuz, findet am Montag, 20. April  um 19:00 Uhr ein weiteres Treffen im alten Bahnhof statt. An diesem Abend geht es um die Frage ob vielleicht aus rechtlichen und praktischen Gründen ein Verein gegründet werden sollte. Alle Deuzer sind hierzu eingeladen, insbesondere auch diejenigen, die beim ersten Termin nicht anwesend sein konnten.

In der Zwischenzeit sind bereits einige der vorgestellten Projekte mit interessierten Bürgern des Ortes intensiver diskutiert worden und die Ergebnisse werden an diesem Abend in Kurzform dargestellt.


Aktion sauberes Deuz

im April war es mal wieder nötig, den achtlos weggeworfenen Müll einzusammeln und den Ort für das Frühjahr schöner aussehen zu lassen. Hierzu fanden sich 10 freiwillige Helfer ein, die fleißig mitmachten.

Samstag 11. April 9:00 Uhr auf dem Dorfplatz in Deuz. Möchten Sie den Flyer herunterladen

 

Bereits 3 Stunden später konnte man einen ansehnlichen Haufen gesammelten Müll auf dem Dorfplatz bewundern, der zwar keine Zierde darstellt, aber die Notwendigkeit und den Erfolg solcher Aktionen demonstriert. Die freiwilligen Helfer wurden mit einem kleinen Imbiss auf den Dorfplatz belohnt.  Weitere Bilder.


Gründungsinitiative "Netzwerk Deuz"

Am Montagabend findet ein Informationsabend zur Gründung der Bürgerinitiative "NetzWerk-Deuz" statt.

Montag, 23. März, im "alten Bahnhof Deuz" um 19:00 Uhr.

Deuz hat eine vielfältige Vereinslandschaft mit mehr oder weniger aktiven Vereinen, die sich auch (nebenbei) für die Belange des Dorfes einsetzen. Es gibt aber keine Gruppierung, die dies grundsätzlich zu ihrer Aufgabe macht und auch das als satzungsgemäßes Ziel hat. Falls sich ausreichend viele Bürger finden, die informativ und aktiv an der Zukunft der Ortes mitwirken möchten, könnte die Bürgerinitiative "Netzwerk Deuz" mitentscheidend Einfluss nehmen.


Roter- und schwarzer Niederschlag

Anfang Februar 2015 staunten viele Deuzer nicht schlecht. Quasi über Nacht waren deutliche Verschmutzungen durch schwarze und rötliche Ablagerungen auf Flachdächern, Fensterbänken, Fensterrahmen und Autos zu bemerken. Selbst neu gepflasterte Einfahrten sahen nach dem Tag X nicht mehr aus wie vorher. Bei dem rötlichen Belag handelte es sich nicht um von weither importierten Saharasand - wie zunächst von Betroffenen vermutet, sondern um ein 'Deuzer Eigenprodukt', sog. Flugrost. Wie in der Siegener Zeitung vom 18. Februar 2015 berichtet, drangen aufgrund von defekten Filteranlagen bei Walzen-Irle, Werk II in der Waldstraße Eisen- und Kohlenstoffpartikel nach außen.

Betroffen von den Kohlenstoff- und Flugrostablagerungen waren in erster Linie Anwohner in der nächsten Umgebung, also in der Waldstraße und in der Irle-Siedlung, aber auch in der Kölner Straße wurden Verschmutzungen gemeldet. Das Problem ist, dass Flugrost mit herkömmlichen Mitteln nicht beizukommen ist. Mittlerweile haben die meisten betroffenen Autobesitzer nach Meldung an die zuständige Versicherung eine professionelle Autoreinigung vornehmen lassen. Wie es hinsichtlich der anderen Verschmutzungen weitergeht, ist noch nicht vollkommen geklärt. Eine Spezialreinigungsfirma hat die Schäden bereits aufgenommen. 


Alles was früher mal aktuell war finden Sie auf unseren Unterseiten.